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Muhammad Iqbal Gedenkjahr 2014

Von: Obada Alhalabi
26.08.2014   |   In: In Aktion

Die Muslimische Studierendengruppe in Heidelberg (MSG) gedenkt des Poeten, Philosophen, und Politikers Muhammad Iqbal zu seinem 75. Todesjahr.

Heidelberg

Mit einer Vortragsreihe vom 25. bis zum 30. April 2014 erinnerte die Muslimische Studierendengruppe in Heidelberg (MSG) an den pakistanischen muslimischen Poeten, Philosophen und Politiker Muhammad Iqbal, der Anfang des letzten Jahrhunderts in verschiedenen Städten Europas, einschließlich Heidelberg, studierte. Iqbal wurde u.a. durch seine dort gesammelten Erfahrungen eine einflussreiche Persönlichkeit der modernen pakistanischen Geschichte und ist auch heute noch ein international anerkannter Dichterphilosoph.

Die Reihe wurde von Herrn Waqar Ahmad, einem Mitarbeiter des pakistanischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main, eröffnet, um im Anschluss mit Frau Dr. Bettina Robotka von der Humboldt-Universität zu Berlin durch die wichtigsten Stationen aus Iqbals Lebens und die Vielfalt seiner Werke zu tauchen. Daraufhin wurde man von Frau Dr. Christina Oesterheld vom Südasien-Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg durch die Poesie Iqbals, für die auch Heidelberg eine Inspiration war, geführt. Ein Beispiel hierfür ist sein Gedicht „Ein Abend am Neckar“.

Den philosophischen Aspekt sowie sein Leben als Philosoph entdeckte man mit Herrn Dr. Stephan Popp von der Österreichischen  Akademie der Wissenschaften in Wien. Zum Abschluss setzte Herr Dr. Ahmad Milad Karimi von der WWU Münster Iqbal in einen Kontext mit dem Islam und zeigte die diesbezüglich kontroversen Standpunkte auf. Durch die Vortragsreihe versetzte man sich nicht nur in die Geschichte zurück, sondern auch in jeden Aspekt des Lebens Iqbals in dessen damaligen und heutigen Kontext. 

Die Idee der MSG war es, an die lange Existenz des Islams in Europa zu erinnern und dessen Verbundenheit mit Wissenschaft, Kultur und Philosophie herauszustellen. Gerade weil ein interkultureller Austausch innerhalb der deutsch-muslimischen, aber auch muslimisch-europäischen Geschichte wieder ans Licht gebracht und auch weiterhin gefördert werden sollte, fand nach jedem Vortrag eine rege Diskussion zwischen den Rednern und dem Publikum statt: Dadurch wurden verschiedene Meinungen von (Deutsch-)Musliminnen und Nicht-MuslimInnen in einen Dialog gebracht und Missverständnisse geklärt.

Ergänzend organisierte der RAMSA am letzten Tag der Reihe eine Bildungsreise nach Heidelberg, die es den Teilnehmern erlaubte, sie mit dem Besuch von bedeutenden Orten, wie z.B. dem Iqbal-Ufer und Iqbals Wohnhaus, abzuschließen.