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Projekt: Zukunft bilden

30.01.2017   |   In: Zukunft bilden

Modellprojekt „Zukunft bilden!“

Das Projekt "Zukunft bilden!" des Rates muslimischer Studierender & Akademiker e.V. (RAMSA) stärkt das Engagement muslimischer Studierender und AkademikerInnen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Abschottungstendenzen. Durch das Projekt "Zukunft bilden!“ professionalisiert RAMSA e.V. seinen Beitrag zur Bildungs- und Aufklärungsarbeit und zur Prävention von religiös begründetem Extremismus. Es schafft eine plurale Plattform zur Meinungsbildung und Diskursförderung von muslimischen Studierenden und AkademikerInnen in der Zivilgesellschaft. Ziel ist es menschen- und lebensfreundliche Perspektiven auf aktuelle, politische, und gesellschaftliche Diskurse zu entwickeln und aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Das Projekt ist das jüngste in einer Reihe von Initiativen, die der Rat muslimischer Studierender & Akademiker seit seiner Gründung ins Leben gerufen hat. Das Projekt folgt dem Selbstverständnis der Organisation, das Potential muslimischer Studierenden und AkademikerInnen zum größtmöglichen Nutzen der gesamten Gesellschaft freizusetzen.

 

Handlungskonzept

Im Rahmen eines eigens auf muslimische Studierende und AkademikerInnen ausgerichteten Qualifizierungsprogramms werden Schulungen, Praxisworkshops, Podiumsdiskussionen und Fachgespräche mit vereinszugehörigen und externen ExpertInnen organisiert. Studierende und AkademikerInnen lernen im Rahmen des Akademieprogramms sich mit extremistischen Ideologien und deren VertreterInnen argumentativ und kritisch auseinander zu setzen. RAMSA fördert grundsätzlich die Bildung deutsch-muslimischer Identitäten und das Bewusstsein für freiheitlich-demokratische Werte, und unterzieht dabei diverse islamistischen Ideologien einer Kritik. Dazu werden gemeinsame Lernerfahrungen ermöglicht und ideologiefreie Räume zum Austausch geschaffen. Viele der Workshop-TeilnehmerInnen sind in verschiedenen Funktionen innerhalb und außerhalb der Hochschulen ehrenamtlich aktiv. Sie wenden erworbenes Wissen und Fähigkeiten in anderen Kontexten, Projekten und Funktionen an. Somit wirken sie als MultiplikatorInnen auf vielen Ebenen in der Gesamtgesellschaft.

Interreligiöse und interkulturelle Veranstaltungen ergänzen das Programm und schaffen Orte der Begegnung und des Austausches. Der interreligiöse Dialog, und hier insbesondere die jüdisch-muslimische Kooperation und die Dekonstruktion religiös begründeten Antisemitismus sind angesichts der zentralen Rolle, die der Antisemitismus im Weltbild extremistischer Ideologien spielt, besonders hervorzuheben.

 

Partner

Das Modellprojekt Zukunft bilden! wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Weitere Förderer sind die Stiftung Mercator und die Robert Bosch Stiftung.

www.bmfsfj.de/