Das Ewige Leben im Jenseits

 Eine Seminararbeit von Kübra Yildiz an der Universität Basel
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
Einleitung....................................................................................................................................... 1
 
1 Gedenken an den Tod (Taḏakkur al-Mawt) ................................................................................. 3
 
2 Eintritt des Todes (Sakarāt al-Mawt) ........................................................................................... 4
 
3 Das Leben im Grab (Ḥayāt al-barzaḫ) ......................................................................................... 4
 
3.1 Befragung und Peinigung im Grab (As-sʾūal fī l-qabr wa-l-ʿaḏāb ........................................... 5
 
3.2 Die Seele nach der Abberufung (Ar-rūḥ baʿd muġādarat al-ǧasad........................................... 6
 
4 Zeichen des Jüngsten Tages (ʿAlāmāt as-sāʿa) ............................................................................ 7
 
4.1 Die kleinen Zeichen (ʿAlāmāt as-sāʿa aṣ-ṣuġrā) ....................................................................... 7
 
4.2 Die grossen Zeichen (ʿAlāmāt as-sāʿa al-kubrā) ...................................................................... 8
 
5 Verlauf des Jüngsten Gerichts (Yawm al-Qiyāma) ..................................................................... 12
 
5.1 Das erste der Ereignisse des Jüngsten Tages (Awwalu ʾaḥdāṯ yawm al-qiyāma)..................... 12
 
5.2 Der Auferstehungstag (Yawm al-baʿaṯ)................................................................................... 13
 
5.3 Der Versammlungstag (Yawm al- ḥašr) .................................................................................. 14
 
5.4 Der Befragungstag (Yawm al-ḥisāb) ....................................................................................... 15
 
5.5 Die Waage der Taten (Mīzān al-ʿamal).................................................................................... 16
 
5.6 Die Brücke (Aṣ-Ṣirāṭ) .............................................................................................................. 16
 
5.7 Fürsprache (Aš-Šafāʿa) ........................................................................................................... 16
 
5.8 Allahs Barmherzigkeit (Raḥmat-Allāh bi ʿibādihi) ................................................................... 17
 
6 Das ewige Leben (Ḥayāt al-ḫulūd) ............................................................................................. 18
 
6.1 Die Hölle (Ǧahannam) ............................................................................................................. 19
 
6.1.1 Eigenschaften der Hölle (Ṣifāt Ǧahannam) ........................................................................... 19
 
6.2 Das Paradies (Al-Ǧanna) ........................................................................................................ 20
 
6.2.1 Eigenschaften des Paradies (Ṣifāt al- Ǧanna) ...................................................................... 21
 
Resümee........................................................................................................................................ 22
 
 
 
Literaturverzeichnis
 
Anhang
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Einleitung
 
(Bismi ʾllāhi r-raḥmāni r-raḥīm)
 
“Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen”
 
 
 
Der Tod ist ein fester Bestandteil im Leben eines jeden Menschen. Das Thema wird des Öfteren von Menschen verdrängt, weil es negativ konnotiert ist. Wir sind ständig - gewollt oder ungewollt - mit Todesfällen konfrontiert, sei es im eigenen Umfeld oder in den Nachrichten. So hören wir, dass jemand einen Autounfall hat oder durch Krebs gestorben ist. Wir hören, dass ein Kind oder Jugendlicher starb. Die Nachricht des Verstorbenen erschüttert unser Herz vor allem, wenn es sich dabei um eine nahestehende Person handelt. So stirbt unsere Freude am Leben mit dieser Person und wir fühlen uns einsam, verlassen. Trotz des Kummers und Leids müssen wir einen Weg finden, um uns wieder aufzubauen. Das Gefühl von Trauer können wir besiegen, indem wir uns vorstellen, dass diese Person nicht gestorben ist, sondern für eine Zeitlang fort ist und wir diese Person wieder sehen werden. Dieser Ort an dem wir diese Person wieder sehen werden, wird das Jenseits sein, dort werden wir das ewige Leben mit dieser Person verbringen können. Der Gesandte Allāhs (s.a.w.) sagte: „Liebe wen du willst, am Ende wirst du dich von ihm trennen.“
 
 
Aus diesem Grund sollte der Mensch sich nicht so sehr an jemanden binden, denn alles was im Diesseits ist, ist vergänglich. Zum Zeitpunkt des Todes lässt der Mensch alles zurück, wie die Familie, Freunde, Reichtum, alles Weltliche bis auf seine Taten. So sagte der Gesandte Allāhs (s.a.w.): ”Dem Toten folgen (bei seiner Beerdigung) dreierlei, von denen zwei zurückkehren und eins bei ihm bleibt: Ihm folgen seine Leute, sein Vermögen und seine Taten, von denen seine Leute und sein Vermögen zurückkehren, und bei ihm bleiben seine Taten.“ (siehe auch: Qur’ān: 18:46)
 
 
Trotz dieser Kenntnis geben wir Menschen uns der Illusion hin, dass wir lange leben werden, und somit beschaffen wir uns immer mehr weltliche Besitztümer. Dabei binden wir uns an all das weltliche Beschaffene so sehr, dass es uns schwer fällt, uns von dieser
Welt zu trennen.
 
 
Das Diesseits ist für die Gläubigen ein Platz, an dem sie gefangen sind, weil sie mit ihrer Seele kämpfen und Widerstand gegenüber dem Teufel und deren Verführung leisten. Der Gesandte Allāhs (s.a.w.) sagte: „Das Geschenk des Gläubigen ist der Tod.“ Der Tod ist somit für den Gläubigen kein Ende des Lebens, sondern der Übergang vom irdischen Leben in das ewige Leben. Der Glaube an das Jenseits ist ein essentieller Bestandteil des Gläubigen (Vgl. Qur’ān:2:177; 2:8.126.232; 3:114; 4:162; 58:22). So handelt auch ein Drittel des Korans von dem Jüngsten Gericht.
 
 
Die vorliegende Seminararbeit soll einen Überblick über die Geschehnisse nach dem Tode gemäss islamischer Anschauung geben. Mit dieser Arbeit möchte ich weder jemanden bekehren noch jemanden für den Islam einstimmen. Im Gegenteil, die Arbeit versteht sich als Beitrag, Leser zu animieren, sich selbst Gedanken über den Tod zu machen. Denn jeder Mensch wird sterben, ob Muslim, Christ, Jude oder Atheist. Im Qur’ān heisst es: „Jeder wird den Tod erleiden. Euch wird euer Lohn am Tag der Auferstehung voll erstattet. Wer vom Feuer weggerückt und ins Paradies geführt wird, der erringt den Erfolg. Das diesseitige Leben ist ja nur eine betörende Nutzniessung.“ (3:185)
 
Der Zeitpunkt des Todes ist von Allāh vorherbestimmt und nur Ihm bekannt.
 
So heisst es im Qur’ān „ […]Niemand weiss, was er morgen erwerben wird, und niemand weiss, in welchem Land er sterben wird. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.“ (31:34)
 
 
Anhand von Qur’ān-Versen und Ḥadīṯen soll die Jenseitsvorstellung im Islam ans Licht gebracht werden. Im Wesentlichen beschäftigt sich die Seminararbeit mit den folgenden Fragen: Welche Etappen durchläuft die Seele, bis sie im ewigen Leben in der Hölle beziehungsweise im Paradies angelangt? Wie sind die jenseitigen Orte im Himmel und in der Hölle beschaffen?
 
 
Gesamte Arbeit wird in Kürze für euch als Download zur Verfügung gestellt.