Islamforum NRW: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“

Der Rat muslimischer Studierender war Gastgeber des Islamforums NRW, bei dem das folgende Papier verabschiedet und von den Teilnehmern des Islamforums NRW mitgetragen wurde.

Das Islamforum NRW befasste sich bei der Sitzung am 24. März 2010 in Bonn mit der aktuellen Islamfeindlichkeit anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen. Parteien wie die NPD und pro NRW fühlen sich durch antimuslimische Wahlkampagnen in der Schweiz, Holland und Frankreich ermutigt. Dort erzielte Erfolge von rechtsextremen Parteien wollen sie in NRW wiederholen. Durch Demonstrationen vor Moscheen und dem Sternmarsch auf Duisburg-Marxloh versuchen sie öffentliche Aufmerksamkeit zu erwecken. Ablehnende Einstellungen in der Bevölkerung gegenüber Muslimen machen sie sich zunutze, um Mehrheiten zur Veränderung der demokratischen Gesellschaft zu erreichen. Ihnen dürfen wir nicht auf den Leim gehen.

Das Islamforum Nordrhein-Westfalen ruft die Menschen in NRW dazu auf, Gesicht zu zeigen, wenn Rechtsextremisten und Rassisten durch Demonstrationen versuchen ihre Positionen zu verbreiten. Das Islamforum befürwortet Initiativen wie das „Marxloher Bündnis“, „Duisburg stellt sich quer“ oder das „Bündnis gegen Rechts“ in Gelsenkirchen, die sich antimuslimischen Kampagnen in den Weg stellen.

Das Islamforum NRW unterstützt den von Interkulturellem Rat, PRO ASYL und DGB herausgegebenen Aufruf „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“, der von Persönlichkeiten wir Günter Grass, Navid Kermani und Rita Süßmuth unterzeichnet worden ist. Es regt andere Einrichtungen in NRW dazu an, den Aufruf mitzutragen und zu verbreiten. Der Text dieses Aufrufes ist als Anhang beigefügt.


AnhangGröße
Rassisten-sind-eine-Gefahr-IF-NRW-240310.pdf55.43 KB