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Christlich - Islamischer Dialog

26.03.2012   |   In: Dialog

Christlich-Islamischer Dialog der Studenten der Philipps-Universität Marburg durch unser geschätztes Mitglied die ISV Marburg

Der Campus der Philipps-Universität Marburg ist vielfältig und bunt. Unter den rund 22.000 Studierenden gibt es einen hohen Anteil christlicher aber auch muslimischer und jüdischer Studenten. Sich kennen lernen und Respekt und Toleranz leben sind Ziele des interreligiösen Dialogs an der Universität.

Ein Treffen zwischen dem Islamischen Studentenverein (ISV) und der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) fand am 23. Januar 2012 in der Marburger
Omar Ibn Al-Khattab Moschee statt.

 

 

Das Thema des Abends war „Das Gebet in Christentum & Islam“.
Der Islamische Studentenverein empfing die Evangelischen Studierendengemeinde und Studierende der Evangelischen Hochschule TABOR zum Nachtgebet. Bei dieser Gelegenheit konnten die Gäste ein islamisches Gebet miterleben.

Um 19 Uhr fing das Programm mit einer Begrüßung der Marburger Jurastudentin Shinwar Qaderi (ISV) aus Karlsruhe an. Frau Pfarrerin Dorothee Schubert (ESG) stellte das Gebet im Christentum in Form eines kurzen Films vor. Es wurde von der Liebe zu Gott und Jesus und über Inhalt und die Form des Gebets gesprochen.

Was bedeutet das Gebet für dich? Wann betest du zu Gott? Antworten wie: „Ich könnte jede Sekunde beten“, „Mit dem Gebet drücke ich meine Liebe zu Gott aus“ oder
„Ich danke Gott und bitte ihn“ wurden sowohl von den Personen im Film und von Gästen des Abends gegeben.

Es folgte Muhammed Altunkaya (ISV) mit einem Vortrag über das Gebet im Islam. Eingeleitet mit einem amüsanten Video (Productive Muslim – Pray on Time) erzählte Muhammed davon wie das tägliche Gebet die Gläubigen im Alltag stärkt. Hadithe (Aussprüche des Propheten Muhammed) und Koranverse zum Gebet wurden erläutert. Die Bedeutung des Bittgebets, die Wichtigkeit der Gemeinschaft auch im Gebet und andere Themen wurden den Interessierten nahe gebracht.

 

     

 

Nach dem Vortrag begann die Fragerunde.
Es gab ausreichend Gelegenheit sich auszutauschen und besser kennen zu lernen.. Interessante Fragen wie : „Leben nach dem Tod?“, „Was ist ein Gotteszeugnis und gibt es das auch im Islam?“ und „Alles Gute kommt von Gott, das Schlechte auch?“ wurden gestellt und zum größten Teil ausführlich auch vom Imam der Moschee beantwortet.

Im Anschluss an die kurzweilige aber dann doch lange währende Diskussionsrunde erfolgte bei einem leckeren Imbiss und Tee ein gemütliches Beisammensein und Kennenlernen der Besucher bis in späten Abendstunden. Auseinandergehen wollte man dann nicht ohne zugleich ein nächstes Treffen (am 30. Mai 2012) zu vereinbaren. Zusammenfassend beschreibt dieses Zitat eines Besuchers den Abend am besten:

„Die Moscheen sind zum Wohlfühlen!“