
Internationale Konferenz über Missionarslinguistik
Das Institut Ibero-Amerika (IIA) lädt vom 28. Februar bis 2. März 2012 zur 7. Internationalen Konferenz über Missionarslinguistik an die Uni Bremen ein. Diese Wissenschaft beschäftigt sich aus sprachwissenschaftlicher Sicht mit der weltweiten Mission indigener Völker in Zeiten der Kolonisierung. Anfangs standen die Mönche nämlich vor einer schwierigen Aufgabe: Ihr Ziel war es, den indigenen Völkern ihren christlichen Glauben zu vermitteln, doch konnten sie sich mit ihnen nicht verständigen. Daraufhin erforschten und lernten Missionare die Sprachen der jeweiligen Völker. Über mehrere Jahrhunderte haben sich dadurch unzählige Manuskripte angesammelt, in denen die Missionare rund 500 indigene Sprachen beschrieben haben, wie zum Beispiel das Mandarin in China, die Sprache der Azteken in Mexiko oder das bereits ausgestorbene Muisca in Kolumbien. Viele Dokumente wurden gefunden und archiviert. Auf der Internationalen Konferenz werden Experten aus Asien, Europa und Amerika über diese Aspekte diskutieren.
Kontakt: Prof. Dr. Klaus Zimmermann, E-Mail: hispan@uni-bremen.de .











