Präambel

 

Der Rat möchte als unabhängige, offizielle Vertretung muslimischer Hochschulvereinigungen sowie muslimischer Akademiker in Deutschland wesentlich zur Lebensqualität der Muslime in Deutschland im Sinne der Sicherung religiöser Bedürfnisse beitragen. Daher gründen muslimische Studenten und Akademiker in Deutschland einen Rat, der Ihre Interessen gegenüber dem Land, Bund und sonstigen öffentlichen sowie zivilen Einrichtungen vertritt und Verhandlungen mit ihnen führt.

 

Der Rat versteht sich somit als Bindeglied zu öffentlichen Institutionen und zivilen Einrichtungen in Deutschland. Alle muslimischen Studenten und Akademiker, die in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt haben, werden unabhängig von ihrem Herkunftsland, ihrem sozialen Status, ihrem Geschlecht oder der Zugehörigkeit zu einer islamischen Rechtsschule gleichberechtigt vertreten. Der Rat betrachtet es als eine zentrale Aufgabe, muslimischen Studenten und Akademikern in Deutschland ein wertvoller Partner darin zu sein, sich unter Bewahrung der muslimischen Identität am gesellschaftlichen Integrationsprozess, im Sinne der Partizipation, zu beteiligen.

 

Grundlage dieser Vereinbarung ist daher auch die Pflicht, dass wir unserer Verantwortung als Muslime untereinander, zu anderen Menschen und Gruppen in der Gesellschaft sowie gegenüber Allah, dem barmherzigen Schöpfer gerecht werden. Daher besteht die Notwendigkeit, dass wir den Zusammenhalt (ittifaq) und die Einheit (ittihad) als Muslime in Deutschland anstreben und unsere Arbeit mit Allahs Hilfe auf der gemeinsamen Basis der islamischen Quellen und muslimischer Ethik, die sich am friedvollen, respektvollen Umgang miteinander orientiert und auf soziale Gerechtigkeit bedacht ist, gestalten. In der Zusammenarbeit von Männern und Frauen unterschiedlichen Hintergrunds sollen entscheidende Impulse entstehen, eine muslimische Lebensweise als absolut vereinbar mit der persönlichen Identifikation als Teil Deutschlands immer breiter auch außerhalb des muslimischen Kreises zu etablieren.

 

Daher möchte sich der Rat mit Themen wie Identität -Wissenschaft - Bildung - Wirtschaft - Gesellschaft - Integration - Kultur auseinander setzen und diesbezüglich Konzepte erarbeiten. Damit geht einher, noch stärker den Dialog mit der Öffentlichkeit zu pflegen. Es gilt, Vorurteile, Klischeevorstellungen und alte Ressentiments durch Information, Transparenz und die Förderung von Nachbarschaftlichkeit sowie mehr aktiver Teilhabe von Muslimen am gesellschaftlichen Leben abzubauen.

 

Der Rat muslimischer Studenten und Akademiker in Deutschland versteht sich als ein demokratisches Gremium nachdem Shuraprinzip (Beratungsprinzip). Er beachtet das Grundgesetz und die rechtsstaatliche, demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Der Rat lehnt jedwede Art von Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Extremismus, Fanatismus, Terrorismus, sowie Rassismus und Antisemitismus ab.